PAPIER
26. Oktober 2008, 17:41 Uhr
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Unsinn zur Finanzkrise
Mit der wunderbaren Welt der Wirtschaft hat es nichts zu tun, was der Tagesspiegel von Hans-Werner Sinn, dem Chef des Münchner ifo-Instituts zitiert. Sein Vergleich der aktuellen Kritik an Banken-Managern mit dem Antisemitismus der 1930er Jahre will das Coffee-and-TV-Blog zurecht in seine Hitliste der unpassenden und geschmacklosen Nazi-Vergleiche aufnehmen.
“In jeder Krise wird nach Schuldigen gesucht, nach Sündenböcken”, sagte er [Hans-Werner Sinn] dem Tagesspiegel. In der Weltwirtschaftskrise von 1929 “hat es in Deutschland die Juden getroffen, heute sind es die Manager”. Niemand habe damals an einen “anonymen Systemfehler” glauben wollen, der die Krise ausgelöst habe, befand Sinn.
schreibt die Zeitung.
Meines Wissens werden einige Finanz-Manager derzeit in Reden, Kommentaren und Gastbeiträgen öffentlich angegriffen. Niemand will ihnen ein Abzeichen anheften, und an eine Vernichtungsstrategie denkt auch niemand. Übrigens: Auch wenn ich die Schuld an der aktuellen Finanzkrise nicht einzelnen Personen oder einer Gruppe zuweisen kann, an einen “anonymen Systemfehler” glaube ich bei der Finanzkrise wirklich nicht.
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