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NETZ 23. Januar 2007, 15:47 Uhr 3 Kommentare

Google entkommt Domain-Kidnappern

Wer Google.de sucht, kann wieder größere Suchen starten. Nach einer vorübergehenden Domainkaperung ist die Suchmaschinenseite den Fängen der Netzkidnapper entkommen. Gerüchte, Google habe den Termin für die Domainverlängerung verschlafen, bewahrheiteten sich nicht. Mit einer Nachlässigkeit hatte der Google-Provider aber den Seitenentführer in die Hände gespielt.

Es war die Nacht, in der Mirko Nontschew die Startseite von Google Deutschland ersetzte. Wer kurz nach Mitternacht das Netz durchsuchen wollte, landeten auf der Parkseite des deutschen Domainhosters Goneo. Freudig verkündete dort Komiker Nontschew: “Für diese Domain wurden keine Inhalte hinterlegt.” Und das unter der Adresse der Suchmaschine, die als das größte Gedächtnis im Netz gilt und eher wegen ihres großen Schatzes an Inhalten gefürchtet ist. Scherz geglückt.

Die Verwirrung war perfekt, als kurz darauf die Abfrage bei der Datenbank für deutsche Internetadressen Denic nicht Goneo sondern den Inhaber des Hosters Favo als Eigentümer der Seite auswies. Das Versprechen vom Spreeblick an Favo-Chef Mario M., ihn für seine Erwerbung mit einem T-Shirt zu beglückwünschen, erwies jedoch als voreilig. Denn so findig, sich eine populäre auslaufende Domain unter den Nagel zu reißen, war der wohl gar nicht.

Eine nicht genannte Person hatte sich bei Goneo als Inhaber der Google-Domain ausgegeben und mit dem üblichen KK-Formular den Umzug der Seite auf den Server dieses Hosters beantragt. Parallel dazu lief ein Umzugsantrag zu Favo. Dass das automatisierte Verfahren zum Abschluss kam, daran hat aber auch Google Schuld.

Die Denic informierte nach eigenen Angaben den Google-Provider ordnungsgemäß über die anstehende Veränderung. Dort ließ man die Frist, um die Panne abzuwenden, aber tatenlos verstreichen. Das Kidnapping der Seite und der Auftritt von Nontschew waren perfekt. Der Gipfel aller Peinlichkeit wäre es gewesen, hätte man bei Google tatsächlich die Domainverlängerung verschlafen. Dass offenbar die wichtige Denic-Mail beim Provider tagelang unbearbeitet blieb, ist aber schon peinlich genug.

Allerdings macht diese prominente Domainkaperung auch Schwächen des Antragsverfahrens für Seitenumzüge von einem Hoster zu einem anderen deutlich. Wenn in einem automatisierten Verfahren unentdeckt bleibt, dass Google.de an einem Tag gleich zu zwei verschiedenen Unternehmen wechseln soll, taugt es offenbar nicht viel.


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3 Reaktionen zu “Google entkommt Domain-Kidnappern”

  1. PianoDraft

    PianoDraft…

    Megacool Blog indeed!… if anyone else has anything it would be much appreciated. Great website Enjoy!…

  2. blu ray

    endlich hat dei denic reagiert und hat auth codes für die de domains eingeführt. Soetwas wird dann nichtmehr passieren.

  3. porno blu ray

    ja gott sei dank hat die dneic das gemacht.
    Seitdem wurden keine Domains mehr geklaut

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