PAPIER
19. Januar 2007, 07:40 Uhr
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Kannibalen beim Spiegel
Wer ernährt sich am Leib von wem, mag man fragen angesichts der Entscheidung der “Spiegel”-Geschäftsführung, die Entwicklung des Kulturmagazins “Momo” schlagartig zu beenden. Die “Spiegel”-Oberen sollen um die Auflage des Mutterblattes gefürchtet haben, die der Ableger - wie jeder andere, der auch nicht verwirklicht wird - senken könnte. Es gab das Wort von der “Kannibalisierung” des “Spiegel”. Sebastian Marquardt sieht bei dem Hamburger Magazin noch andere Kannibalen am Werk, die auch Schuld am Abbruch des “Momo”-Experiments sein sollen: die Mitarbeiter des Hauses, die als Anteilseigner der Mitarbeiter KG am Gewinn des Verlags kräftig mitverdienen. Jede Neuentwicklung würde in der Startphase Geld kosten, die Gewinne des Verlags drücken. “Und so muss man wohl davon ausgehen, dass es wiederum die Mitarbeiter waren, die beim einem Start von Momo um ihre Gewinnausschüttungen fürchteten”, heißt es im Zeitschriftenblog.
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Am 1. September 2009 um 06:38 Uhr
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