PAPIER
1. Dezember 2006, 00:44 Uhr
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Tempo mit Verspätung
Eigentlich war für die Bourgoisie der deutschen Zeitschriften-Leser der Gang zum Kiosk fest geplant: “Tempo” sollte zurückkehren – zehn Jahre nach der letzten Ausgabe sollte es ein einmaliges Revival geben. Doch nun der Rat: Zuhause bleiben oder den Kiosk-Mann im Vorübergehen nett anlächeln. “Tempo”-Tag ist angeblich erst später.
Wie es im Claus.Blog heißt, liegt am 1. Dezember nicht das “Tempo”-Revival-Heft am Kiosk. Das Heft soll genau eine Woche später erscheinen. Doch auch dieser Termin scheint nicht ganz sicher. Vielleicht komme das Heft auch erst zu Weihnachten, wird spekuliert.
Dabei war schon der 1. Dezember nicht der erste genannte Termin. Ursprünglich sollte das Heft schon am 24. November kommen. Als Grund wurde unter anderem angegeben, dass das Heft viel dicker wird als geplant. Zudem soll das Interesse von Werbetreibenden an einem Inserat in der einstigen Kult-Zeitschrift sehr groß sein. Mehr als 300 Seiten solle das Sonderheft nun haben.
Erscheinungstermin verschoben – Tempo-Alt-Leser kennen das nur zu gut. Oft wurde das Team um Markus Peichl nicht rechtzeitig fertig. Überziehen gehörte in den Jahren 1986 bis 1996 fast schon zum guten Ton. Gelegentlich gab es sogar Doppelnummern, um den Zeitrückstand überhaupt wieder aufholen zu können.
Aus der Unpünktlichkeit Kapital schlagen, diese Möglichkeit bot das österreichische Wettbüro Gamebookers den “Tempo”-Freunden. Wie das Zeitschriftenblog berichtete, konnten dort Wetten über den Erscheinungstag abgeschlossen werden. Die Wetter können sich nun freuen, wer auf mehr als zehn Tage Verzug gesetzt hat, darf mit hohen Auszahlungen rechnen.
Trotz der zweiten Vertröstung hält sich die Hoffnung, dass zum Jahresschluss noch etwas Großes den deutschen Zeitschriftenmarkt aufwirbelt. Die Werbetrommel wird schon eifrig gerührt: in Berlin hat seit dem 15. November bis in den Januar hin ein “Tempo”-Shop geöffnet. In der Chausseestraße 123 unmittelbar neben dem Brecht-Haus werden Modestücke und “Tempo”-Accessoires mit dem Original-”Tempo”-Männchen angeboten. Und das Heft, wenn es denn einmal kommt, soll nach Informationen der Netzeitung mit Texten von Benjamin von Stuckrad-Barre, Maxim Biller, Georg Diez, Moritz von Urslar und Adriano Sack aufwarten.
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Am 28. Februar 2008 um 01:04 Uhr
[...] verschoben, nun ist es wirklich da. Das “Tempo”-Sonderheft liegt tatsächlich am Kiosk. Der [...]
Am 1. September 2009 um 01:23 Uhr
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